Ausgabe 2 >2023

2 | 2023 Esslinger Gesundheitsmagazin 39 Schonend und effektiv Das erfahrene Team rund um Chefarzt Professor Dr. Tillman Dahme deckt das gesamte Spektrum kardiologischer Erkrankungen ab. Nicht nur bei Herzklappenfehlern setzen die Experten am Klinikum Esslingen auf moderne Katheter- Verfahren. Einige Beispiele: Vorhofflimmern Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung und die häufigste Ursache für einen Schlaganfall. „Eine frühzeitige Rhythmisierung, also Wiederherstellung des normalen Herzrhythmus, senkt das Risiko erheblich“, so Professor Dahme. Bereits seit 2010 bietet das Klinikum Esslingen hier eine moderne Therapieoption: die Ablationstherapie. Dabei werden krankhafte Erregungsherde oder Leitungsbahnen am Herzen mithilfe eines Katheters „verödet“. Das bedeutet: Muskelerregungen, die den Herzrhythmus stören, werden unterbunden, damit das Herz wieder normal schlägt. Bei dem Katheter-Eingriff werden die Regionen im Herzmuskel elektrisch stillgelegt, die Vorhofflimmern auslösen. Das Verfahren ist sehr aufwendig und innerhalb der Kardiologie eine Spezialdisziplin. Professor Dahme hat zwei neue Ablationsverfahren am Klinikum Esslingen eingeführt, bei denen mit Hitze beziehungsweise Kälte gearbeitet wird. „Wir legen mithilfe eines Ballons eine kreisrunde Narbe um die Lungenvene. Diese sperrt das Störsignal ein. Mit der Hitzeablation habe ich in Ulm Anfang des Jahres die meisten Ablationen weltweit gemacht.“ Vorteil des Verfahrens: Der Eingriff lässt sich besonders schnell durchführen und kommt daher für mehr Patientinnen und Patienten in Frage. Gefäßverengung und Herzinfarkt Auch gefährliche Gefäßverengungen am Herz können per Katheter aufgespürt und behandelt werden. „Über den Katheter spritzen wir ein Kontrastmittel. Unter Röntgenkontrolle sehen wir, wo sich das Kontrastmittel verjüngt – dort ist eine Engstelle“, beschreibt Professor Dahme. „Über einen zweiten Katheter führen wir einen winzigen Ballon ein, mit dem wir die Engstelle aufdehnen. Dann setzen wir einen Stent, eine Art Metallgerüst, der das Gefäß dauerhaft offenhält. Auch einen kompletten Gefäßverschluss – also einen Herzinfarkt – können wir so behandeln.“ Bradykarde Herzrhythmusstörungen Patientinnen und Patienten, deren Herz zu langsam schlägt oder gelegentlich aussetzt, werden heute in aller Regel mit einem Herzschrittmacher versorgt. Ein klassischer Herzschrittmacher wird im Bereich der Schulter implantiert. Dabei wird eine Sonde über eine Vene zum Herzen vorgebracht und mit dem Schrittmacher verbunden. „Bei der sondenlosen Variante setzen wir einen miniaturisierten Herzschrittmacher über einen Katheter direkt in die rechte Herzkammer ein. Diese Methode wählen wir nur in bestimmten Fällen – beispielsweise, wenn sich bei einem Patienten der klassische Schrittmacher infiziert hat“, so Professor Dahme. Kontakt Klinikum Esslingen Klinik für Kardiologie, Angiologie und Pneumologie Professor Dr. Tilman Dahme Chefarzt Telefon 0711 3103-2401 kardiologie@klinikum-esslingen.de IKG Schwerpunktpraxis für Kardiologie, Gastroenterologie und Innere Medizin Dr. Ralf Hartenstein Telefon 0711 314242 „ Die kardiologische Expertise am Klinikum Esslingen ist auf einem Spitzenniveau.”

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